Mittel- u. Südamerika

Abholzung des Regenwaldes

Die massive Abholzung der Regenwälder, wie man sie hier beispielhaft an einem Falschfarbenbild von Bolivien sehen kann, stellt die indigenen Völker Lateinamerikas vor große Probleme. Durch den Verlust ihres einst nachhaltig genutzten Lebensraums werden sie zunehmend marginalisiert und in die Armut getrieben. Tropische Regenwälder sind besonders empfindlich gegenüber Eingriffen von außen, da sie ihr ganzes Potenzial aus den natürlichen Stoffkreisläufen ziehen und der Boden kaum über Nährstoffvorräte verfügt.

Bild: 
Abholzung des Regenwaldes
Credits: 
USGS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Die Erde aus dem Weltall

Die Welt aus Sicht der Satelliten.

 

Aufnahmedatum: 11.07.2005

Sensor: Terra MODIS

Bild: 
Die Erde aus dem Weltall
Credits: 
NASA (Marit Jentoft-Nilsen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Wolkenwirbel über den GalapagosInseln

Die insgesamt 13 Inseln des Galapagos Archipel liegen im östlichen Teil des pazifischen Ozeans, etwa 1000 km westlich von Ecuador. Bekannt ist der Archipel durch seinen einzigartigen Reichtum an Tieren und Pflanzen und zählt heute zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Bekanntheitsgrad der Inselgruppe stieg durch die Arbeit von Charles Darwin, der während seiner Reisen auf die Inseln im Jahr 1835 Gedankenanstöße für seine Evolutionstheorie erhielt.

 

Ort: Galapagos Insel

Aufnahmedatum: 08.09.2010

Sensor: Terra MODIS

Bild: 
Wolkenwirbel über den GalapagosInseln
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov

Das Parana Delta

Das Delta des Parana Flusses ist ein riesiges bewaldetes Sumpfgebiet 30 Kilometer nordöstlich von Buenos Aires in Argentinien. Das Gebiet ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für geführte Bootstouren. Darüber hinaus ist das Delta eines der weltweit größten Gebiete, um Vögel zu beobachten.

Das Falschfarbenbild zeigt den auffälligen Kontrast zwischen dichten Wäldern, feuchten Sümpfen, und dem blauen Band des Parana. Das Bild enthält Informationen aus dem kurzwelligen und nahen Infrarot sowie dem grünen Wellenlängenbereich.

 

Ort: Argentinien

Bild: 
Das Parana Delta
Credits: 
USGS/EROS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Unterwasserhügel

Die hellblau schillernde Wasserfläche vor den Bahamas verdankt ihre Farbe der geringen Meerestiefe von teilweise weniger als 10 Metern. Sie stellt sozusagen die Erweiterung der Inseln unter der Wasseroberfläche dar. Der steile Abfall des Unterwasserhügels der Great Bahama Bank in große Tiefen (bis zu 400 Meter) ist durch die markante Farbänderung in tiefes dunkelblau gekennzeichnet. Die weißen Strukturen über den Inseln zeigen konvektive Wolken an: Feuchte Meeresluft wird durch die Landfläche der Inseln zum Aufsteigen gezwungen und kondensiert in der kalten Höhenluft aus.

Bild: 
Unterwasserhügel
Credits: 
NASA/GSFC (Jeff Schmaltz); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Hangrutschungen in Brasilien

Diese Bilder zeigen die Hügel nördlich von Teresopolis in Brasilien am 24.5.2010 und am 2.2.2011. Im Januar 2011 ereigneten sich katastrophale Hangrutschungen, die 860 Menschenleben kosteten. Die Schlammlawinen sind im rechten Bild als hellbraune Streifen erkennbar. Der Grund für die Naturkatastrophe ist im Bau von Favelas an den steilen Hängen zu finden: Für die Errichtung der Siedlung wurden Bäume gefällt, deren Wurzeln für die Festigkeit des Bodens sorgen. Zudem konnte der Boden nicht mehr genug Wasser aufnehmen, um aus starken Regenfällen keine Schlammlawinen entstehen zu lassen.

Bild: 
Hangrutschungen in Brasilien
Credits: 
NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Gletscher in Patagonien

Patagonien ist eine Gebirgsregion an der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Der aus dem Gebirge ins Vorland fließende Gletscher (weiß) ist sichtbar von Gletscherspalten übersät. Der halbrunde Grat an der äußersten linken Seite des Bildes, der von drei Gletscherflüssen durchbrochen wird, besteht aus Gesteinsmaterial welches als Endmoräne von der Gletscherzunge über lange Zeit hinweg dort abgelagert wurde. Die Moräne markiert somit das Ende des Gletschers in vergangener Zeit und deutet auf einen Rückzug des Eises hin. Die Vegetation erscheint in diesem Falschfarbenbild rot.

Bild: 
Gletscher in Patagonien
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Carajás Eisenerzmine, Brasilien

Auf dem Bild ist eine der weltweit größten Eisenerztagebauflächen zu sehen, der Carajás Eisenerzmine. Schicht für Schicht werden hier Mineralien von der Oberfläche abgetragen. Im Jahr 2007 wurden in der Mine 296 Mio. Tonnen Eisenerz gewonnen. Es wird geschätzt, dass in Carajás rund 18 Milliarden Tonnen Eisenerz, Gold, Mangan, Kupfer und Nickel lagern. Die rote Erde des Tagebaus steht in starkem Kontrast zum umgebenden Regenwald. An den Rändern des Bildes erkennt man, dass Regenwald zu Gunsten von Agrarland gerodet wurde.

 

Ort: Para, Brasilien

Bild: 
Carajás Eisenerzmine, Brasilien
Credits: 
NASA (Jesse Allen); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Brasilia, Brasilien

Brasilia ist eine von Grund auf geplante Stadt. Die Planungen für die am 21. April 1960 offiziell eingeweihte Hauptstadt Brasiliens stammen von dem Stadtplaner Lucio Costa und dem Architekten Oscar Niemeyer. Seit ihrer Gründung erfährt die Stadt ein stetiges Bevölkerungswachstum: 1970 war die geplante Kapazität von 500.000 Einwohnern erreicht, 2009 lebten hier bereits 2,6 Mio. Menschen. Auf dem Satellitenbild erkennt man, wie sich Satellitenstädte ungeplant und fast willkürlich rund um die Kernstadt entwickelt haben.

 

Ort: Brasilia, Brasilien

Bild: 
Brasilia, Brasilien
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
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