Landwirtschaft

Abholzung des Regenwaldes

Die massive Abholzung der Regenwälder, wie man sie hier beispielhaft an einem Falschfarbenbild von Bolivien sehen kann, stellt die indigenen Völker Lateinamerikas vor große Probleme. Durch den Verlust ihres einst nachhaltig genutzten Lebensraums werden sie zunehmend marginalisiert und in die Armut getrieben. Tropische Regenwälder sind besonders empfindlich gegenüber Eingriffen von außen, da sie ihr ganzes Potenzial aus den natürlichen Stoffkreisläufen ziehen und der Boden kaum über Nährstoffvorräte verfügt.

Bild: 
Abholzung des Regenwaldes
Credits: 
USGS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Egmont-Nationalpark

Der derzeit inaktive Vulkan Mount Taranaki im Egmont-Nationalpark im Westen von Neuseelands Nordinsel liegt in einer Zone mit hohen Niederschlagsmengen und mildem Meeresklima. Der Gipfel des fast perfekt symmetrischen Stratovulkans ist im Bild schneebedeckt. Durch die radiale Eingrenzung des Naturschutzgebietes um den Krater ergibt sich ein auffälliges Muster der Landbedeckung. Der üppige Regenwald rund um den Vulkan grenzt sich scharf gegenüber dem umliegenden menschlich genutzten Weide- und Ackerland ab.

 

Ort: Nordinsel Neuseeland

Aufnahmedatum: 27.5.2001

Bild: 
Egmont-Nationalpark
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Karussellbewässerung in Kansas

Ca. 80% des globalen Wasserverbrauchs gehen auf das Konto des Bewässerungsfeldbaus für landwirtschaftliche Produktion. Auf dem Falschfarbenbild, aufgenommen über Kansas, erscheint gesunde Vegetation rot, während sich die landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen durch konventionelle und kreisrunde Bewässerung kenntlich machen. Diese sogenannte Karussellbewässerung wird vor allem in trockenen Gebieten mit hoher Flächenausstattung betrieben. Ihre charakteristische Form ist vom All aus deutlich zu erkennen.

 

Ort: Kansas, USA

Aufnahmedatum: 26.9.2010

Bild: 
Karussellbewässerung in Kansas
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/

Bewässerungsfeldbau im Iran

Südlich von Isfahan, im ariden Gebiet des gebirgigen Iran befindet sich die Stadt Gandoman. Am Fuß des Gebirges wird entlang eines Flusses in den flachen Ebenen Bewässerungsfeldbau betrieben. Grüne Flächen sind mit Vegetation bedeckt, während brachliegende Felder an der erdfarbigen Tönung zu erkennen sind. Das dunkelbraune Dreieck in der Bildmitte zeigt ein Feuchtgebiet. Eindeutig zu erkennen ist die fächerförmige Struktur der Anbaugebiete, die sich am Fuß der steilen Hänge auf fruchtbaren Schwemmkegeln ausbreiten.

 

Ort: Gandoman, Iran

Aufnahmedatum: 30.9.2010

Bild: 
Bewässerungsfeldbau im Iran
Credits: 
NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Precision Farming in Minnesota

Das Falschfarbenbild zeigt Farmen entlang des Buffalo River im Bundesstaat Minnesota, USA.  Hinter dem Begriff „Precision Farming“ verbirgt sich unter anderem die Überwachung der Pflanzengesundheit mit Hilfe von Satellitenbildern. Durch die Abbildung im infraroten Spektrum ergibt sich für die Farmer eine Fülle von Informationen über ihre Felder.

Bild: 
Precision Farming in Minnesota
Credits: 
NASA (Jesse Allen); USGS; Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Sanddünen, Idaho

Entlang des Highway 20 von Idaho Falls in Richtung Yellowstone National Park dominieren grüne und goldene Felder die fruchtbare Ebene des Snake River. Die kreisrunden Flächen zeichnen großflächig bewässerte Ackerflächen aus. Die weißen Dünen entstanden zum Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren, als das Klima der Erde langsam wärmer und trockener wurde. Seen und Flüsse trockneten aus und hinterließen feinen Sand. Anhaltende Winde aus dem Südwesten bliesen den Sand in Richtung Nordosten über Lavafelder, welche im Bild dunkel erscheinen.

 

Ort: Idaho, USA

Bild: 
Sanddünen, Idaho
Credits: 
NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Carajás Eisenerzmine, Brasilien

Auf dem Bild ist eine der weltweit größten Eisenerztagebauflächen zu sehen, der Carajás Eisenerzmine. Schicht für Schicht werden hier Mineralien von der Oberfläche abgetragen. Im Jahr 2007 wurden in der Mine 296 Mio. Tonnen Eisenerz gewonnen. Es wird geschätzt, dass in Carajás rund 18 Milliarden Tonnen Eisenerz, Gold, Mangan, Kupfer und Nickel lagern. Die rote Erde des Tagebaus steht in starkem Kontrast zum umgebenden Regenwald. An den Rändern des Bildes erkennt man, dass Regenwald zu Gunsten von Agrarland gerodet wurde.

 

Ort: Para, Brasilien

Bild: 
Carajás Eisenerzmine, Brasilien
Credits: 
NASA (Jesse Allen); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Braunkohletagebau in Deutschland

Das Bild zeigt eine 30x36km große Fläche in Nordrhein-Westfalen. Die unzähligen rechteckigen Flächen sind landwirtschaftliche Felder. Helle Grüntöne zeigen Pflanzenwachstum, dunkle Grüntöne Waldgebiete, während Grautöne unbedeckten Boden darstellen. Siedlungsflächen zeichnen sich durch die Ansammlung blaugrauer Pixel aus, die durch dünne Linien (Straßen) verbunden sind. Die drei Großformen, die sich durch helles weiß und dunkelblau von den Grüntönen abheben, sind die großen Braunkohletagebaugebiete, Garzweiler, Hambach und Inden.

 

Ort: Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Bild: 
Braunkohletagebau in Deutschland
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov
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