Fluss

Das Parana Delta

Das Delta des Parana Flusses ist ein riesiges bewaldetes Sumpfgebiet 30 Kilometer nordöstlich von Buenos Aires in Argentinien. Das Gebiet ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für geführte Bootstouren. Darüber hinaus ist das Delta eines der weltweit größten Gebiete, um Vögel zu beobachten.

Das Falschfarbenbild zeigt den auffälligen Kontrast zwischen dichten Wäldern, feuchten Sümpfen, und dem blauen Band des Parana. Das Bild enthält Informationen aus dem kurzwelligen und nahen Infrarot sowie dem grünen Wellenlängenbereich.

 

Ort: Argentinien

Bild: 
Das Parana Delta
Credits: 
USGS/EROS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Delta der Lena (Russland)

Das Delta der Lena in Russland ist eines der größten Flussdeltas der Erde, im Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt mit Seen und ihren Zuflüssen zu sehen. Aus Süden durch Russland fließend mündet die Lena weit nördlich des Polarkreises in das Polarmeer. Das Tundren-Feuchtgebiet unterliegt einer andauernden dynamischen Veränderung. Die Entstehung des Deltas begann bereits vor 1,6 Millionen Jahren im Pleistozän, der vergangenen Kaltzeit im Eiszeitalter. Zu dieser Zeit waren auch große Teile Deutschlands unter mächtigen Gletschern begraben.

Bild: 
Delta der Lena (Russland)
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/

Gletscher in Patagonien

Patagonien ist eine Gebirgsregion an der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Der aus dem Gebirge ins Vorland fließende Gletscher (weiß) ist sichtbar von Gletscherspalten übersät. Der halbrunde Grat an der äußersten linken Seite des Bildes, der von drei Gletscherflüssen durchbrochen wird, besteht aus Gesteinsmaterial welches als Endmoräne von der Gletscherzunge über lange Zeit hinweg dort abgelagert wurde. Die Moräne markiert somit das Ende des Gletschers in vergangener Zeit und deutet auf einen Rückzug des Eises hin. Die Vegetation erscheint in diesem Falschfarbenbild rot.

Bild: 
Gletscher in Patagonien
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Landgewinnung am Gelben Fluss

Chinas Huang He (Gelber Fluss) ist der am meisten Sediment befördernde Fluss der Erde. Auf dem im Flussdelta abgelagerten Sediment wurden im Laufe der Zeit befestigte Siedlungen und Industrieanlagen errichtet. In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurden Dämme und Deiche angelegt, um die neue Infrastruktur vor Überschwemmungen zu schützen. Seit den 1970er Jahren sinkt der Pegel des Flusses im Delta wegen der steigenden Nachfrage nach Wasser allerdings stetig. Die beiden Satellitenbilder zeigen die Veränderung des Deltas innerhalb von nur 20 Jahren.

 

Ort: China

Bild: 
Landgewinnung am Gelben Fluss
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/

Salzsee in Australien

In Zentral-Australien erstreckt sich über die Grenzen mehrerer Bundesstaaten hinweg eine Fläche von „eintägigen Seen“. Mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 149 bis 216 Millimetern pro Jahr sind die Seebecken die meiste Zeit des Jahres staubtrockene Salinen. Gelegentliche Regenfälle füllen sie mit Wasser. Das Bild zeigt den östlichen Rand des im südlichen Australien gelegenen Lake Frome. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist er ein trockener, mit weißem Sediment gefüllter Salzsee. Innerhalb des Sees ist die Oberfläche uneben und von tropfenförmigen Hügeln geprägt.

 

Bild: 
Salzsee in Australien
Credits: 
NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); USGS; Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Flut am Sambesi

Der Sambesi ist der viertlängste Fluss Afrikas. Entlang seines Weges stürzt er bei den Victoriafällen über 110m in die Tiefe, fließt durch tiefe Schluchten und breitet sich über weite Auen aus. Auf dem Bild zu sehen sind die Flüsse Sambesi (oben) und Chobe (unten) während des jährlich wiederkehrenden Hochwassers. Der grüne Teil des Bildes lässt Überflutungsgebiete erkennen, während der braun-gelbliche Teil relative Trockenheit anzeigt.

Bild: 
Flut am Sambesi
Credits: 
NASA/Earth Observatory (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov/

Überschwemmung in Sibirien

Sibiriens Flüsse werden in jedem Frühjahr überflutet, da das Eis im südlichen Oberlauf schmilzt, bevor die Flussmündung im Norden eisfrei ist. Im Bild sind die Überflutungen der Flüsse Pur (links), Taz (Mitte) und Yenisey (rechts) zu erkennen. Im Falschfarbenbild erscheinen Eis und Schnee in rot, Wolken in weiß, Wasser in schwarz, Vegetation in grün und unbedeckter Boden in braun.

 

Ort: Russland, Sibirien

Aufnahmedatum: 18.6.2002

Sensor: Terra MODIS

Kanalkombination: NIR/MIR

Bild: 
Überschwemmung in Sibirien
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov

Überschwemmung in Ostchina

Zu sehen ist der Yangtze Fluss, der sich mit seinen zahlreichen Zuflüssen durch das Bild schlängelt. Zwischen dem Flussdelta am rechten Bildrand und dem großen See ist deutlich die teilweise überflutete Millionenstadt Shanghai zu erkennen. In der Falschfarbenkombination erscheint die Landoberfläche gelblich, während Wasser in dunklem rot bis braun dargestellt wird.

 

Ort: China, Shanghai

Aufnahmedatum: 1.8.2003

Sensor: Terra MODIS

Kanalkombination: NIR/MIR

Bild: 
Überschwemmung in Ostchina
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov

Überschwemmung in Bangladesch

Bangladesch ist einer der bevölkerungsreichsten Staaten der Erde. Als Mündungsgebiet von Brahmaputra, Meghna und Ganges liegt die Landoberfläche in Bangladesch nur wenig über dem Meeresspiegel. In Folge des globalen Wandels wird die Bevölkerung zukünftig verstärkt Risiken aus verschiedenen Himmelsrichtungen ausgesetzt sein: Von Norden drohen Überflutungen durch stark zunehmende Extremabflüsse, von Süden kommt das Wasser mit dem Anstieg des Meeresspiegels immer näher. Ein realistisches Szenario bietet das Satellitenbild von Herbst 2004, als Bangladesch unter Hochwassereinfluss stand.

Bild: 
Überschwemmung in Bangladesch
Credits: 
NASA/GSFC; LInk: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov

Hochwasser in Australien

Starke Regenfälle in Queensland, Australien, ließen den Fitzroy River im Januar 2011 über seine Ufer treten. Weite Bereiche der Stadt Rockhampton wurden dabei überflutet. Das Falschfarbenbild macht den Unterschied zwischen dem braunen sedimentreichen Flusswasser und seiner Umgebung deutlich. Die reflektierenden Oberflächen der Gebäude sowie der Wolken, die die Szene umrahmen, glänzen weiß. Als das Hochwasser Ende Januar wieder zurückging hinterließ es eine Mischung aus Schlamm, stehendem Wasser und zerstörter Infrastruktur.

 

Ort: Rockhampton, Australien

Bild: 
Hochwasser in Australien
Credits: 
NASA/GSFC (Jesse Allen); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
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