Falschfarben

k.A.

Abholzung des Regenwaldes

Die massive Abholzung der Regenwälder, wie man sie hier beispielhaft an einem Falschfarbenbild von Bolivien sehen kann, stellt die indigenen Völker Lateinamerikas vor große Probleme. Durch den Verlust ihres einst nachhaltig genutzten Lebensraums werden sie zunehmend marginalisiert und in die Armut getrieben. Tropische Regenwälder sind besonders empfindlich gegenüber Eingriffen von außen, da sie ihr ganzes Potenzial aus den natürlichen Stoffkreisläufen ziehen und der Boden kaum über Nährstoffvorräte verfügt.

Bild: 
Abholzung des Regenwaldes
Credits: 
USGS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Das Parana Delta

Das Delta des Parana Flusses ist ein riesiges bewaldetes Sumpfgebiet 30 Kilometer nordöstlich von Buenos Aires in Argentinien. Das Gebiet ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für geführte Bootstouren. Darüber hinaus ist das Delta eines der weltweit größten Gebiete, um Vögel zu beobachten.

Das Falschfarbenbild zeigt den auffälligen Kontrast zwischen dichten Wäldern, feuchten Sümpfen, und dem blauen Band des Parana. Das Bild enthält Informationen aus dem kurzwelligen und nahen Infrarot sowie dem grünen Wellenlängenbereich.

 

Ort: Argentinien

Bild: 
Das Parana Delta
Credits: 
USGS/EROS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Ouachita Mountains

Die Ouachita Mountains im zentralen Westen der USA sind über 300 Millionen Jahre alt. Heute sind sie durch Wind und Wetter stark abgetragen. Die auf dem Bild erkennbaren Überbleibsel waren einmal Teil eines viel größeren Gebirgszuges, der sich von Texas bis nach Südost-Kanada erstreckt haben könnte. Im Bild wurden Informationen aus den Wellenlängenbereichen des Infrarot, Rot und Grün kombiniert.

Bild: 
Ouachita Mountains
Credits: 
NASA/GSFC (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Las Vegas wächst

Die zwei Bilder im Vergleich zeigen das rasante Wachstum von Las Vegas in Nevada zwischen 1973 und 2002. Die Stadt ist eine der am schnellsten wachsenden der USA. Die hohe Zuwanderungsrate und Ausdehnung in der Fläche haben negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt in der Region, die natürlicherweise einen wüstenhaften Charakter aufweist.

Bild: 
Las Vegas wächst
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/

Karussellbewässerung in Kansas

Ca. 80% des globalen Wasserverbrauchs gehen auf das Konto des Bewässerungsfeldbaus für landwirtschaftliche Produktion. Auf dem Falschfarbenbild, aufgenommen über Kansas, erscheint gesunde Vegetation rot, während sich die landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen durch konventionelle und kreisrunde Bewässerung kenntlich machen. Diese sogenannte Karussellbewässerung wird vor allem in trockenen Gebieten mit hoher Flächenausstattung betrieben. Ihre charakteristische Form ist vom All aus deutlich zu erkennen.

 

Ort: Kansas, USA

Aufnahmedatum: 26.9.2010

Bild: 
Karussellbewässerung in Kansas
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/

Susitna Gletscher in Alaska

Der Susitna Gletscher in Alaska wirkt auf diesem Falschfarbenbild wie ein Fluss, der gespeist von seinen Nebenflüssen, ins Tal strömt. Durch die Falschfarbendarstellung erscheint die Vegetation auf diesem Bild leuchtend rot, die reine Eisoberfläche in hellblau und weiß, mit Sediment bedecktes Eis (Mittel- und Seitenmoränen) in braun und Wasser in dunkelblau. Die Dynamik des Gletschers wird in der Bildmitte deutlich, wo ein Nebengletscher seine Eismassen von der Seite in den Hauptgletscher schiebt.

 

Ort: Alaska

Aufnahmedatum: 27.8.2009

Sensor: Terra ASTER

Bild: 
Susitna Gletscher in Alaska
Credits: 
NASA/GSFC (Jesse Allen, Robert Simmon)

Gletscher in Patagonien

Patagonien ist eine Gebirgsregion an der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Der aus dem Gebirge ins Vorland fließende Gletscher (weiß) ist sichtbar von Gletscherspalten übersät. Der halbrunde Grat an der äußersten linken Seite des Bildes, der von drei Gletscherflüssen durchbrochen wird, besteht aus Gesteinsmaterial welches als Endmoräne von der Gletscherzunge über lange Zeit hinweg dort abgelagert wurde. Die Moräne markiert somit das Ende des Gletschers in vergangener Zeit und deutet auf einen Rückzug des Eises hin. Die Vegetation erscheint in diesem Falschfarbenbild rot.

Bild: 
Gletscher in Patagonien
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Kalbender Gletscher in Grönland

Auf dem Bild kalbt ein Gletscher in Grönland (blau) ins Meer (schwarz) und ist im Bild oben und unten von Landmasse (rot) umgeben. In den vergangen Jahren waren wenige Orte dieser Erde schwerer von dem sich erwärmendem Klima betroffen als die Arktis: Das Eis am Rand der gigantischen Eiskappe wird immer dünner und Gletscher kalben mit zunehmender Geschwindigkeit. Es bleibt abzuwarten, ob zunehmende Schneefälle auf der inneren Landmasse den Verlust von gefrorenem Material an ihrem Rand ausgleichen können.

 

Bild: 
Kalbender Gletscher in Grönland
Credits: 
USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/

Gletscher in Alaska

Auf dem Falschfarbenbild ist die Zunge des Malaspina Gletschers (Bildmitte) zu sehen. Der Gletscher bahnt sich seinen Weg von Norden aus dem gut ersichtlichen Gebirge und wird im unteren Bildteil deutlich durch seine Endmoräne vom Meerwasser getrennt. Ohne die Moräne oder auch bei steigendem Meeresspiegel würde der Gletscher in Kontakt mit dem wärmeren Meerwasser treten und noch schneller zurückweichen, als dies jetzt bereits der Fall ist. Satellitenbilder und Messungen am Boden zeigen, dass die meisten Gletscher Alaskas dünner werden und nur wenige Dutzend an Eismasse zunehmen.

Bild: 
Gletscher in Alaska
Credits: 
USGS; Link: http://www.usgs.gov
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