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Schiffswolken über dem Pazifik

Dieses Bild zeigt eindrucksvoll die Hinterlassenschaften von Schiffen in der Atmosphäre. Die weißen Wolkenspuren verändern die natürlichen Wolken: Abgaspartikel (Aerosole) verstärken die Reflektivität der Wolken, lassen sie dadurch mehr Wasser aufnehmen und verringern so die Niederschläge aus den Wolken. Obwohl Schiffe einen eher geringen Anteil an der Veränderung der Atmosphäre durch die Nutzung fossiler Brennstoffe haben, verdeutlicht dieses Beispiel die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt.

 

Ort: Pazifik

Aufnahmedatum: 3.7.2010

Bild: 
Schiffswolken über dem Pazifik
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov

Ölpest im Golf von Mexiko

Am 20. April 2010 explodierte die von BP gepachtete Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. Der Unfall hatte eine der schwersten Umweltkatastrophen unserer Zeit zur Folge: Über Monate strömten mehrere Hundertmillionen Liter Erdöl ungehindert ins Meer. Das Öl verschmutzte nicht nur den Golf von Mexiko nachhaltig, sondern erreichte auch das Delta des Mississippi. Es wird vermutet, dass Anteile des Öls in die weltumspannenden Meeresströmungen gelangten und sich seither global verteilen.

Bild: 
Ölpest im Golf von Mexiko
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov

Unterwasserhügel

Die hellblau schillernde Wasserfläche vor den Bahamas verdankt ihre Farbe der geringen Meerestiefe von teilweise weniger als 10 Metern. Sie stellt sozusagen die Erweiterung der Inseln unter der Wasseroberfläche dar. Der steile Abfall des Unterwasserhügels der Great Bahama Bank in große Tiefen (bis zu 400 Meter) ist durch die markante Farbänderung in tiefes dunkelblau gekennzeichnet. Die weißen Strukturen über den Inseln zeigen konvektive Wolken an: Feuchte Meeresluft wird durch die Landfläche der Inseln zum Aufsteigen gezwungen und kondensiert in der kalten Höhenluft aus.

Bild: 
Unterwasserhügel
Credits: 
NASA/GSFC (Jeff Schmaltz); Link: http://earthobservatory.nasa.gov

Hurricane Igor

Hurricane Igor, einer der stärksten Hurricanes im Jahr 2010, entwickelte sich im September über den Kapverdischen Inseln. Tropische Zyklone, die hier ihren Ausgangspunkt nehmen, wandern in Richtung Westen über den Atlantik und können besonders stark werden, weil sie auf dem weiten Weg über das Meer sehr viel warmes Wasser aufnehmen und so eine positive Rückkopplung (Selbstverstärkung) stattfindet. Mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 250 Km/h wurde Igor als Hurricane der Kategorie 4 eingestuft, in der katastrophale Zerstörungen an Land möglich sind. Dies war am 20.

Bild: 
Hurricane Igor
Credits: 
NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
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